Jasipe

Diplom-Handelslehrerin - Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie - psychologische Beraterin - Lerncoach

Lernwohl
von Pixabay - Gordon Johnson

Bindungsenergetik und Lernen - Lernwohl

Seit dem ersten Tag auf der Welt lernen Kinder mit Freude und Neugier die Welt kennen. Eltern unterstützen aus besten Wissen ihre Kinder, stehen ihnen später mit Rat und Tat zur Seite. Vorherrschende Meinungen und Ratschläge einer Leistungsgesellschaft verunsichern vielleicht die Eltern aber auch die Lehrer und Lerner jeder Altersklasse. Auch die persönlichen Lern- und Schulerfahrungen wirken in Form von Bewertungs- und Entscheidungssystemen auf den Lernprozess, den eigenen und den des Kindes. Damit verfestigt sich eine bestimmte Sicht. Häufig geht die anfängliche Lernfreude verloren und das Lernen wird zunehmen anstrengend oder sogar zum „Problem“.

Lernen braucht Sicherheit. Unser Gehirn ist ein Erfahrungsorgan und ist darauf ausgelegt immer neue Verbindungen zu knüpfen. Eine vertrauensvolle, sichere und identitätsstiftende Beziehung zu sich und mit anderen, eine sogenannte Wohlbeziehung, stellt die entscheidende Komponente für eine nachhaltige Lernerfahrung dar.
Jeder Mensch hat Erfahrungen gemacht, aus denen er gelernt hat und durch die er geprägt wurde. Das hinterlässt im wahrsten Sinne des Wortes Spuren im Gehirn. Diese Spuren sind die individuellen Muster zu denken, zu fühlen und in Handlung zu gehen, quasi: ein so bin ich eben. Manche Muster hemmen einen, es entsteht Unwohl.

Es geht darum sich im eigenen Sinn, d.h. sich selbst als Individuum mit Fähigkeiten, Begabungen und eigenen Werten, zu betrachten und schließlich frei von Bewertung, Beurteilung und Anforderungen zu erfahren. Damit kann es möglich werden sich selbst sowie auch andere zu fordern bzw. zu fördern und zunehmend Verantwortung für die eigene Lern- bzw. Lebensorganisation zu übernehmen.

Lernen und Bildung unterliegen durch gesellschaftliche Änderungen auch einem Wandel, der immer wieder eine Neuausrichtung im gesunden Sinn fordert. Ein klarer Verstand und ein positiver Bezug zu Lerninhalten machen es dann leichter.

Ich betrachte Lernen als ganzheitlichen Prozess, bei dem Herz, Körper und Kopf beteiligt sind. Das Wissen und die damit verbundenen Handlungsmöglichkeiten werden mit jedem Lernschritt größer und man lernt Neues kennen. Auf diese Weise bildet sich jeder Mensch in seiner Identität aus und wird immer selbstständiger in der Welt. Lernen ist also mehr als der Inhalt plus eine 'schöne' Methode und es findet nicht nur in Schule sondern insbesondere im sogenannten Alltag statt. Dort geht es um Zugehörigkeit, Verantwortung, Handlungsanpassung und den Umgang damit verbundener Emotionen - eben sicher in der Welt und zu sich zu stehen.

Der bindungsenergetischen Sicht folgend, streben wir das Wohlgefühl beim Lernen, das Lernwohl an. Dadurch kann dann ein Lernerfolgskreislauf angestoßen werden. Das ist ein sich selbst erhaltender, positiver Kreislauf, der zur Entfaltung, Autonomie und Gesundheit im eigenen Sinn beiträgt. Er ist durch motivierende Gefühlslagen, daraus gewonnener Inspiration und Handlung beschrieben. Auf eine erfolgreiche Handlung folgen motivierende Gefühle, die wieder zu weiteren Handlungen inspirieren usw. Leider kann es auch „Teufelskreise“ geben. Es treten Lernstörungen auf, die den Lernkreislauf hemmen und das Wohl stören. Wir schauen, was den Lernprozess genau stört und verfolgen in Ihrem/deinem eigenen Sinn, was zum Wohlfühlen beiträgt. Letztendlich schauen wir, was die eigenen Lernkräfte wieder stärkt.

Ein Gespräch zum Thema Bindung und Bildung von mir mit Michael Munzel und Carsten Krause ist direkt bei Bindungshorizonte Multimedia zu sehen. Ein Vortrag zum Lernwohl von mir ist gleich hier:

 

Quellen

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