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Bindungsenergetik und Lernen

Seit dem ersten Tag auf der Welt lernen Kinder mit Freude und Neugier die Welt kennen. Eltern unterstützen aus besten Wissen ihre Kinder, stehen ihnen später mit Rat und Tat zur Seite. Vorherrschende Meinungen und Ratschläge einer Leistungsgesellschaft verunsichern vielleicht die Eltern aber auch die Lehrer und Lerner jeder Altersklasse. Auch die persönlichen Lern- und Schulerfahrungen wirken in Form von Bewertungs- und Entscheidungssystemen auf den Lernprozess, den eigenen und den des Kindes. Damit verfestigt sich eine bestimmte Sicht. Häufig geht die anfängliche Lernfreude verloren und das Lernen wird zunehmen anstrengend oder sogar zum „Problem“.

Unser Gehirn ist ein Sozialorgan, es lernt gut unter vertrauensvollen und sicheren Bedingungen. Eine vertrauensvolle, sichere und identitätsstiftende Beziehung stellt die entscheidende Komponente für eine nachhaltige Lernerfahrung dar und kann wieder Freude bewirken.

Es geht darum sich selbst als Subjekt/Induviduum mit Fähigkeiten, Begabungen und eigenen Werten zu betrachten und schließlich frei von Bewertung, Beurteilung und Anforderungen zu erfahren. Damit kann es möglich werden sich selbst sowie auch andere zu fordern bzw. zu fördern und zunehmend Verantwortung für die eigene Lern- bzw. Lebensorganisation zu übernehmen.

Lernen und Bildung unterliegen durch gesellschaftliche Änderungen auch einem Wandel.

Ich betrachte Lernen als ganzheitlichen Prozess, bei dem Herz, Körper und Kopf beteiligt sind. Des Weiteren findet lernen nicht nur in Schule sondern insbesondere an außerschulischen Lernorten des sogenannten Alltags statt. Dort geht es um Zugehörigkeit, Verantwortung, Handlungsanpassung und den Umgang damit verbundener Emotionen. Der bindungsenergetischen Sicht folgend, sei dann der Lernerfolgskreislauf ein sich selbst erhaltender, positiver Kreislauf, der zur Entfaltung, Autonomie und Gesundheit beiträgt. Er ist durch motivierende Gefühlslagen, daraus gewonnener Inspiration und Handlung beschrieben. Auf eine erfolgreiche Handlung folgen motivierende Gefühle, die wieder zu weiteren Handlungen inspirieren usw. Leider kann es auch „Teufelskreise“ geben, die auch einen Lernprozess bedingen, aber auf lange Sicht zu einer Fehlbeschränkung und sogar Krankheit führen kann.

 

 

 

Mehr zu Bindungsthemen: Bindungshorizonte

 

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